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UKV Beitragserhöhung 2027: Stand, Beitragsgarantien und Wechsel

Die Union Krankenversicherung AG (UKV) aus Saarbrücken gehört zum Konzern Versicherungskammer und damit zur Sparkassen-Finanzgruppe. Hier steht, was zur Beitragsrunde 2027 belegt ist, welche Tarife eine Beitragsgarantie haben, was die UKV über frühere Anpassungen berichtet – und welche Wege Sie nach einem Erhöhungsbrief haben.

Redaktion PKV-Beitragsbrief.de Aktualisiert am 24. Oktober 2026 12 Min. Lesezeit
Inhalt (6 Abschnitte)
  1. UKV Beitragserhöhung 2027 (Beitragsanpassung/BAP): der aktuelle Stand
  2. Bisherige Beitragsanpassungen der UKV
  3. Was die UKV zur Begrenzung einsetzt
  4. Warum Beiträge steigen
  5. Erhöhung bei der UKV erhalten? Ihre Wege
  6. Den Brief der UKV prüfen
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine durchschnittliche UKV Beitragserhöhung 2027 ist bis zum 24.10.2026 nicht veröffentlicht; Briefe für eine Anpassung zum 1.1.2027 müssen bis Ende November 2026 kommen.
  • Die UKV nennt eine Beitragsgarantie bis 31.12.2027 für bestimmte Tarife – im Neugeschäft etwa VARIO AmbulantPlus und VARIO ZahnPlus sowie GesundheitVARIO für Kinder und Jugendliche, im Bestand unter anderem Tarife der Reihen V, CompactPRIVAT und GesundheitCOMFORT.
  • Zum Jahresanfang 2026 erhöhte der Konzern Versicherungskammer die Beiträge in der Spitze um mehr als 30 %; laut einem Sprecher waren wegen der Pflegepflichtversicherung grundsätzlich alle Vollversicherten betroffen (procontra).
  • 2025 setzte die UKV 35,2 Mio. € aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung als Einmalbeiträge ein (2024: 40,5 Mio. €); die RfB-Quote sank auf 35,9 %.
  • Erhöhung bei der UKV erhalten? Bei Vertragsbeginn ab 2009 nehmen Sie den Übertragungswert zu einem anderen Versicherer mit; nach dem Brief gilt zwei Monate lang das Sonderkündigungsrecht (§ 205 Abs. 4 VVG).
  • Bei Verträgen vor 2009 ist ein Wechsel zu einem anderen Versicherer in der Regel ein Warnsignal; dann geht es um die Optimierung bei der UKV, etwa über Tarifwechsel, Selbstbehalt oder Bausteine.

Eine UKV Beitragserhöhung 2027 ist der Höhe nach bis zum 24.10.2026 nicht veröffentlicht. Belegt ist: Für bestimmte Tarife nennt die Union Krankenversicherung eine Beitragsgarantie bis 31.12.2027, für alle anderen gibt es noch keine Angabe. Briefe für eine Anpassung zum 1. Januar 2027 müssen bis Ende November 2026 kommen. Zum Jahresanfang 2026 stiegen die Beiträge im Konzern in der Spitze um mehr als 30 %. Bei Vertragsbeginn ab 2009 lohnt nach dem Brief oft der Vergleich mit anderen Versicherern.

Einordnung, keine Seite der UKVDiese Seite fasst überprüfbare Angaben zur Beitragsentwicklung zusammen. Sie ist kein Angebot und keine Seite der Union Krankenversicherung oder der Versicherungskammer. Wir veröffentlichen keine Kundenstimmen und keine geschätzten Prozentwerte. PKV-Beitragsbrief.de ist ein kostenloses Informations- und Rechnerportal und kein Versicherungsmakler.

offen
UKV-Anpassung zum 1.1.2027 – Höhe nicht veröffentlicht; Garantie für einzelne Tarife
Recherche vom 24.10.2026
31.12.2027
Beitragsgarantie für bestimmte Neugeschäfts- und Bestandstarife
UKV-Garantielisten 2027
35,2 Mio. €
aus der RfB als Einmalbeiträge 2025 (2024: 40,5 Mio. €)
Geschäftsbericht 2025
85.580
Vollversicherte Ende 2025 (2024: 84.741)
Geschäftsbericht 2025

Erhöhung bei der UKV erhalten?Begann Ihr Vertrag am 01.01.2009 oder später, lohnt sich der Blick zu anderen Versicherern oft: Sie nehmen den Übertragungswert Ihrer Alterungsrückstellung mit, und neuere Tarife können bei gleichem oder besserem Leistungsniveau günstiger sein. Ab Zugang des Briefs haben Sie zwei Monate Zeit für die Sonderkündigung (§ 205 Abs. 4 VVG). Ein spezialisierter Partner-Experte vergleicht den Markt und rechnet es konkret durch – so läuft der Wechsel.

Kompakt-Rechner: neuer Beitrag und letzter Tag der Sonderkündigung

–
neuer Monatsbeitrag
–
Mehrkosten pro Jahr
–
letzter Tag für die Sonderkündigung

So rechnet der Rechner: neuer Beitrag = Beitrag × (1 + Erhöhung in %) bzw. Beitrag + Erhöhung in €; Mehrkosten pro Jahr = Differenz × 12. Fristende = gleicher Kalendertag zwei Monate nach Zugang des Briefs (§ 205 Abs. 4 VVG, §§ 187, 188 BGB). Beispiel: 600 € plus 13,4 % ergeben 680,40 € im Monat, also 964,80 € mehr im Jahr; Brief am 20.11.2026 erhalten, Sonderkündigung bis 20.01.2027. Die Berechnung läuft im Browser. Orientierungshilfe ohne Rechtsberatung – maßgeblich sind Ihr Brief und Ihre Vertragsbedingungen.

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  • Ihr neuer Beitrag, die Mehrkosten und Ihr Fristende gehen mit der Anfrage mit
  • Vergleich von Tarifen vieler Versicherer und der Optionen bei Ihrem bisherigen Versicherer

UKV Beitragserhöhung 2027 (Beitragsanpassung/BAP): der aktuelle Stand

Stand 24.10.2026: Höhe nicht veröffentlicht – wir ergänzen nach Eingang. Eine Pressemitteilung oder Kundeninformation der UKV mit einer Durchschnittszahl zur Beitragsanpassung 2027 (kurz BAP 2027) haben wir nicht gefunden. Geprüft haben wir am 24. Oktober 2026 die Websites der UKV und der Versicherungskammer, den Geschäftsbericht 2025 und die Fachpresse.

Gefunden haben wir dagegen eine klare Aussage für einen Teil der Tarife. Auf ihrem Portal für Vermittler schreibt die Versicherungskammer zum „Verkaufsjahr 2026/2027“, dass sie für viele Tarife die Beiträge bis 31. Dezember 2027 festschreibt. Die zugehörigen Listen der UKV nennen die Tarife einzeln:

  • Neugeschäft: GesundheitVARIO 400, 800 und 1600 nur für Kinder und Jugendliche; die Bausteine VARIO AmbulantPlus und VARIO ZahnPlus für Erwachsene und Kinder; VARIO KlinikPlus für Kinder und Jugendliche.
  • Bestand: unter anderem Tarife der Reihe V (VM, VA, VS, VZ), CompactPRIVAT, GesundheitCOMFORT 900 und 900S, GrundschutzPRIVAT, ExpertPLUS und der Notlagentarif – jeweils nur für die angegebenen Personengruppen, etwa „Frauen“, „Männer“ oder „Kinder/Jugendliche“.

Wichtig zu wissen: Der Grundtarif GesundheitVARIO für Erwachsene steht nicht in der Garantieliste, die Beihilfetarife für Beamte ebenfalls nicht. Daraus folgt nicht, dass diese Tarife steigen. Es heißt nur, dass die UKV für sie bis heute nichts zugesagt hat. Erste Durchschnittswerte kursieren in Branchenübersichten; eine Veröffentlichung der UKV dazu haben wir nicht gefunden (Stand 24.10.2026). Wir übernehmen solche Werte deshalb nicht.

Für die ganze Branche gilt: Der PKV-Verband erwartet zum 1.1.2027 Erhöhungen für rund 53 % der Privatversicherten, im Schnitt voraussichtlich um 13,4 % (Stand 15.10.2026). Für Beihilfetarife erwartet der Verband im Schnitt 11,4 %, für die übrigen Tarife 15,3 %. Ein Treuhänder – ein unabhängiger Prüfer – muss jeder Anpassung zustimmen. Wie weit andere Versicherer sind, zeigt unser BAP-Tracker 2027.

Wann die Briefe der UKV kommen

Eine Beitragserhöhung wird frühestens zu Beginn des zweiten Monats wirksam, der auf die Mitteilung samt Begründung folgt (§ 203 Abs. 5 Versicherungsvertragsgesetz, kurz VVG). Soll der neue Beitrag ab dem 1. Januar 2027 gelten, muss Ihr Schreiben also spätestens Ende November 2026 da sein. Kommt es im Dezember, gilt die Erhöhung frühestens ab Februar. Branchenübersichten nennen bei der UKV neben dem 1. Januar auch Termine im Frühjahr, etwa den 1. Mai; eine Bestätigung der UKV dafür haben wir nicht gefunden. Für den 1. Mai müsste der Brief bis Ende März eintreffen. Notieren Sie in jedem Fall den Tag des Eingangs.

Änderungslog dieser Seite

  • 24.10.2026: Seite veröffentlicht. Keine Durchschnittszahl zum 1.1.2027 gefunden; Beitragsgarantien 2027 (Neugeschäft und Bestand), Angaben zur Anpassung Anfang 2026 und Kennzahlen aus dem Geschäftsbericht 2025 aufgenommen.
  • Nächste Prüfung: laufend bis Ende November 2026; Eintrag mit Datum und Quelle, sobald die UKV Angaben zur Runde 2027 veröffentlicht.

Bisherige Beitragsanpassungen der UKV

Die UKV veröffentlicht keine Durchschnittswerte ihrer Anpassungen. Die Tabelle zeigt deshalb nur, was mit Quelle und Datum belegt ist. Wo eine Zahl fehlt, steht „nicht veröffentlicht“.

Beitragsanpassungen der Union Krankenversicherung AG, nur belegte Werte. Stand/Quelle: UKV-Garantielisten 2027 (abgerufen 24.10.2026); procontra (vor dem 1.1.2026, ohne Datum); UKV-Geschäftsbericht 2025. Stand: 24.10.2026.
StichtagBetroffenHöheQuelleArt der Quelle
1.1.2027Beitragsgarantie bis 31.12.2027 für gelistete Tarife; übrige nicht veröffentlichtnicht veröffentlichtUKV-Garantielisten 2027Versicherer
Anfang 2026grundsätzlich alle Vollversicherten im Konzern (UKV und BBKK), auch wegen der Pflegepflichtversicherungin der Spitze über 30 %; Ø nicht veröffentlichtprocontra, Aussage eines KonzernsprechersFachpresse
2025„notwendige Beitragserhöhungen“ trugen zum Beitragsplus von 6,7 % bei; Tarife nicht genanntnicht veröffentlichtGeschäftsbericht 2025Versicherer
1.1.2023GesundheitVARIO, Erwachsene (letzte Anpassung vor 2026)nicht veröffentlichtprocontra, Aussage eines KonzernsprechersFachpresse

Zur Einordnung helfen Branchenwerte: Zum 1.1.2025 stiegen die Beiträge laut PKV-Verband für rund zwei Drittel der Privatversicherten, im Schnitt um etwa 18 %; zum 1.1.2026 für rund 60 % mit durchschnittlich etwa 13 %. Beim Tarif GesundheitVARIO lag die vorige Anpassung für Erwachsene laut Konzern zum Jahresbeginn 2026 drei Jahre zurück (1.1.2023). Was die Erhöhung in Euro für Sie bedeutet, rechnet der Beitragserhöhung-Rechner aus.

Ihr Tarif ist nicht der DurchschnittBei der UKV wird jeder Baustein für sich kalkuliert: Grundtarif, AmbulantPlus, KlinikPlus, ZahnPlus, Krankentagegeld und Pflegepflichtversicherung können sich unterschiedlich entwickeln. Ältere Tarifwerke wie V oder GesundheitCOMFORT ebenso. Maßgeblich ist nur der Nachtrag zu Ihrem Versicherungsschein.

Was die UKV zur Begrenzung einsetzt

Überschüsse fließen zum großen Teil in die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB). Aus diesem Topf zahlt die UKV Rückerstattungen an Versicherte ohne Rechnungen und Einmalbeiträge, die Erhöhungen abmildern. Fachleute nennen das Limitierung; der Treuhänder muss zustimmen (§ 155 Abs. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz, kurz VAG).

Stand/Quelle: UKV, Geschäftsbericht 2025 (Kennzahlen 2021–2025, Anhang zur RfB und zu den Beiträgen aus der RfB). „–“ = im Geschäftsbericht 2025 nicht ausgewiesen.
Kennzahl202320242025
Beiträge aus der RfB (Einmalbeiträge, u. a. zur Milderung von Beitragsanpassungen)–40,5 Mio. €35,2 Mio. €
davon für Krankheitskostenvollversicherungen–34,6 Mio. €29,6 Mio. €
Zuführung zur erfolgsabhängigen RfB66,7 Mio. €62,6 Mio. €63,2 Mio. €
erfolgsabhängige RfB zum Jahresende–366,1 Mio. €376,5 Mio. €
RfB-Quote37,9 %37,3 %35,9 %

Die Einmalbeiträge aus der RfB gingen 2025 leicht zurück. Der Topf selbst wuchs, weil die Zuführung höher lag als die Entnahmen; 17,9 Mio. € wurden zudem bar an leistungsfreie Versicherte ausgezahlt. Die RfB-Quote zeigt, wie viel Rückstellung im Verhältnis zu den Beiträgen bereitsteht – sie lag 2022 noch bei 40,1 %. Was das für die Runde 2027 bedeutet, lässt sich daraus nicht ablesen. Für 2026 erwartet die UKV laut Geschäftsbericht einen deutlicheren Beitragsanstieg als 2025, getragen vom Neugeschäft und „notwendigen Beitragsanpassungen“.

Warum Beiträge steigen

Eine Anpassung ist nur erlaubt, wenn die Leistungsausgaben eines Tarifs um mehr als 10 % – oder um einen niedrigeren Schwellenwert laut Bedingungen, oft 5 % – bzw. die Sterbewahrscheinlichkeiten um mehr als 5 % von der Kalkulation abweichen (§ 155 VAG). Der Treuhänder muss zustimmen (§ 203 Abs. 2 VVG). Bei der UKV zeigt der Geschäftsbericht den Druck deutlich: Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen 2025 von 689,6 auf 748,4 Mio. €, ein Plus von rund 8,5 %. Die gebuchten Bruttobeiträge wuchsen um 6,7 % auf 1.048,5 Mio. €. Als branchenweite Treiber nennt die UKV die Wachstumsdynamik beim Schaden und die Inflation im Gesundheitssektor.

Erhöhung bei der UKV erhalten? Ihre Wege

Eine Erhöhung müssen Sie nicht einfach hinnehmen. Welcher Weg passt, entscheidet vor allem ein Datum im Versicherungsschein: der Beginn Ihres Vertrags.

Vertrag ab 2009: andere Versicherer vergleichen

Begann Ihr Vertrag bei der UKV am 01.01.2009 oder später, nehmen Sie beim Wechsel den Übertragungswert Ihrer Alterungsrückstellung mit – den Teil, der den Leistungen des Basistarifs entspricht (§ 204 Abs. 1 Nr. 2 VVG). Neuere Tarife anderer Versicherer können bei gleichem oder besserem Leistungsniveau deutlich günstiger sein als Ihr bisheriger Tarif. Dass solche Wechsel gelebte Praxis sind, zeigt auch der Geschäftsbericht: 2025 zahlte die UKV 3,3 Mio. € Übertragungswerte an andere Versicherer und erhielt 2,4 Mio. €. Ob sich ein Wechsel für Sie rechnet, hängt von Alter, Gesundheit und Tarif ab. Genau das rechnet ein spezialisierter Experte aus unserem Partnernetzwerk durch; Hintergründe stehen im Ratgeber PKV-Versicherer wechseln.

Frist notieren

Ab Zugang des Erhöhungsbriefs können Sie den betroffenen Tarif zwei Monate lang kündigen, mit Wirkung zum Erhöhungszeitpunkt (§ 205 Abs. 4 VVG). Ein Brief vom 20. November lässt Ihnen bis zum 20. Januar 2027 Zeit. Mehr dazu: Sonderkündigungsrecht nach Beitragserhöhung.

Markt vergleichen

Ihr Partner-Experte stellt Ihren UKV-Schutz – etwa GesundheitVARIO mit den gewählten Bausteinen – Tarifen vieler Versicherer gegenüber und rechnet Übertragungswert, neues Eintrittsalter und Beitrag konkret durch.

Annahme vorab klären

Der neue Versicherer prüft Ihre Gesundheit. Ihr Partner-Experte klärt die Annahme vorab über eine anonyme Risikovoranfrage – gekündigt wird erst nach der Zusage.

Lückenlos wechseln

Die Kündigung bei der UKV wird erst wirksam, wenn Sie die Anschlussversicherung nachweisen (§ 205 Abs. 6 VVG). So entsteht keine Lücke; den Ablauf erklärt PKV kündigen.

Vertrag vor 2009: bei der UKV optimieren

Begann Ihr Vertrag vor dem 01.01.2009, wird beim Wechsel zu einem anderen Versicherer grundsätzlich keine Alterungsrückstellung übertragen. Ein Versichererwechsel ist dann in aller Regel ein Warnsignal. Ihr Weg ist die Optimierung bei der UKV – auch dabei helfen die Partner-Experten:

Tarif innerhalb der UKV wechseln

Nach § 204 VVG wechseln Sie in einen anderen UKV-Tarif mit gleichartigem Schutz; die Alterungsrückstellung wird angerechnet, geprüft wird nur bei Mehrleistungen. Steht Ihr bisheriger Tarif in der Garantieliste 2027, gehört das in den Vergleich. Details: Tarifwechsel nach § 204 VVG.

Selbstbehalt

Die UKV nennt auf ihrer Website verschiedene Selbstbehaltsstufen; GesundheitVARIO gibt es in den Varianten 400, 800 und 1600. Ein höherer Selbstbehalt senkt den Beitrag, erhöht aber Ihren Eigenanteil; einen Arbeitgeberzuschuss gibt es darauf nicht.

Bausteine prüfen

AmbulantPlus, KlinikPlus und ZahnPlus lassen sich einzeln wählen. Weniger Leistung heißt weniger Schutz – und der Weg zurück kostet eine Gesundheitsprüfung.

Vorsorge für das Alter

Die UKV bietet laut Website eine Beitragsentlastung an: einen Baustein, der den Beitrag im Ruhestand senkt, ohne Gesundheitsprüfung und mit wählbarer Höhe. Er kostet heute zusätzlichen Beitrag.

Beamte mit Beihilfe bei der UKV

Für Beamtinnen und Beamte bietet die UKV den Restkostentarif BeihilfeCOMFORT mit Ergänzungen wie BeihilfeKlinikPlus und BeihilfeZahnPlus an. Er deckt den Teil der Kosten, den die Beihilfe nicht trägt; der Beihilfesatz liegt laut UKV je nach Dienstherr und Familienstand zwischen 50 und 90 %. Für BeihilfeCOMFORT hat der Vorstand eine Beitragsrückerstattung für die Jahre 2025 bis 2027 beschlossen: je nach leistungsfreien Jahren das 2,0- bis 3,5-Fache des Monatsbeitrags, bei BeihilfeCOMFORT W das 6,0-Fache (Merkblatt 06/2026). Rechnungen bei der Beihilfestelle einzureichen, schadet dem Anspruch laut UKV nicht. Eine Beitragsgarantie für 2027 nennt die UKV für ihre Beihilfetarife nicht. Auch Beamte mit Vertragsbeginn ab 2009 nehmen beim Wechsel den Übertragungswert mit; ein späterer Wechsel läuft mit regulärer Gesundheitsprüfung, denn die Öffnungsaktion gilt nur beim Berufseinstieg.

Ihr Partner-Experte – ein spezialisierter Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO aus unserem Partnernetzwerk – vergleicht beide Wege: den Wechsel zu einem anderen Versicherer und die Optionen innerhalb der UKV. Er rechnet konkret durch und stimmt Antrag und Kündigung aufeinander ab – für Sie kostenlos. Kennzahlen und Preisrahmen der UKV zeigt das UKV-Profil auf PKV-Preisindex.de.

Den Brief der UKV prüfen

Wenn das Anpassungsschreiben kommt, lohnt ein genauer Blick. Der Bundesgerichtshof hat entschieden: Der Versicherer muss angeben, welche Rechnungsgrundlage die Anpassung ausgelöst hat – gestiegene Leistungsausgaben oder veränderte Sterbewahrscheinlichkeiten (BGH, 16.12.2020, IV ZR 294/19). Allgemeine Hinweise auf steigende Kosten reichen nicht.

  • Eingangsdatum notieren: Davon hängen Wirksamkeit (§ 203 Abs. 5 VVG) und Kündigungsfrist ab.
  • Bausteine einzeln lesen: Welcher Teil steigt – Grundtarif, Ergänzungsbaustein, Krankentagegeld oder Pflegepflichtversicherung?
  • Garantieliste abgleichen: Steht Ihr Tarif mit Ihrer Personengruppe in der Liste 2027, hat die UKV für ihn eine Beitragsgarantie bis Ende 2027 genannt.
  • Selbstbehalt kontrollieren: Er darf mit angepasst werden, wenn der Vertrag das vorsieht (§ 203 Abs. 2 VVG).
  • Vertragsbeginn nachsehen: Beginn ab 2009 bedeutet Übertragungswert bei einem Wechsel.
  • Unterlagen aufbewahren: Rückforderungen aus unwirksamen Erhöhungen verjähren nach drei Jahren (BGH, 17.11.2021, IV ZR 113/20).

Ist die UKV Beitragserhöhung unwirksam?

Pauschal lässt sich das nicht sagen. Die UKV schreibt im Geschäftsbericht 2025, ihre Begründungen seien „ausreichend, transparent und verständlich“, und verweist auf Urteile, die das bestätigen. Zugleich bildet sie eine Rückstellung für das Risiko unwirksamer Mitteilungen zur Beitragsanpassung – Klagen kommen also vor. Ob Ihr Schreiben angreifbar ist, kann nur eine anwaltliche Prüfung klären; wir leisten keine Rechtsberatung. Die BGH-Linie fasst der Ratgeber Beitragserhöhung unwirksam? zusammen, was jeder Teil des Schreibens bedeutet, erklärt der Brief-Decoder zur Beitragserhöhung. Unabhängig davon gilt ab Zugang des Briefs die zweimonatige Frist für die Sonderkündigung (§ 205 Abs. 4 VVG).

Häufige Fragen

Erhöht die UKV 2027 die Beiträge?

Eine Durchschnittszahl oder Liste betroffener Tarife hat die UKV bis zum 24.10.2026 nicht veröffentlicht. Belegt ist nur das Gegenteil für einzelne Tarife: Für sie gilt laut UKV eine Beitragsgarantie bis 31.12.2027. Branchenweit erwartet der PKV-Verband zum 1.1.2027 Erhöhungen für rund 53 % der Privatversicherten, im Schnitt um 13,4 % (Stand 15.10.2026). Ob Ihr Tarif steigt, steht im Anpassungsschreiben.

Welche UKV-Tarife haben eine Beitragsgarantie bis Ende 2027?

Im Neugeschäft nennt die UKV GesundheitVARIO 400, 800 und 1600 für Kinder und Jugendliche, VARIO AmbulantPlus und VARIO ZahnPlus für Erwachsene und Kinder sowie VARIO KlinikPlus für Kinder. Für bestehende Verträge gibt es eine eigene Liste, unter anderem mit Tarifen der Reihen V (etwa VM, VA, VS, VZ), CompactPRIVAT, GesundheitCOMFORT 900/900S und ExpertPLUS – jeweils nur für bestimmte Personengruppen. Maßgeblich ist der genaue Eintrag in der Liste.

Wie stark hat die UKV die Beiträge 2026 erhöht?

Eine Durchschnittszahl hat die UKV nicht veröffentlicht. Laut procontra bestätigte ein Sprecher der Versicherungskammer, dass die Beiträge der Krankenvollversicherten Anfang 2026 in der Spitze um mehr als 30 % stiegen und wegen der Anpassung der Pflegepflichtversicherung grundsätzlich alle Vollversicherten betroffen waren. Die Aussage gilt für die Krankenversicherer des Konzerns, also UKV und Bayerische Beamtenkrankenkasse zusammen.

Kann ich von der UKV zu einem anderen Versicherer wechseln?

Ja. Begann Ihr Vertrag am 01.01.2009 oder später, nehmen Sie den Übertragungswert Ihrer Alterungsrückstellung mit (§ 204 Abs. 1 Nr. 2 VVG). Nach einer Erhöhung können Sie den betroffenen Tarif innerhalb von zwei Monaten nach Zugang des Briefs kündigen (§ 205 Abs. 4 VVG); wirksam wird die Kündigung erst mit Nachweis der Anschlussversicherung. Ein spezialisierter Partner-Experte vergleicht den Markt, klärt die Annahme vorab anonym und rechnet den Wechsel durch.

Ist die UKV Beitragserhöhung unwirksam?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Eine Erhöhung kann unwirksam sein, wenn das Schreiben die auslösende Rechnungsgrundlage nicht nennt (BGH, IV ZR 294/19). Die UKV hält ihre Begründungen laut Geschäftsbericht für ausreichend. Ob das bei Ihnen zutrifft, kann nur eine anwaltliche Prüfung klären; Rückforderungen verjähren nach drei Jahren (BGH, IV ZR 113/20).

Wann kommt der Brief zur UKV-Beitragserhöhung?

Für eine Anpassung zum 1. Januar 2027 spätestens Ende November 2026, denn eine Erhöhung gilt frühestens ab dem zweiten Monat nach der Mitteilung (§ 203 Abs. 5 VVG). Branchenübersichten nennen bei der UKV zusätzlich Termine im Frühjahr; eine Veröffentlichung der UKV dazu haben wir nicht gefunden. Für einen Termin am 1. Mai müsste der Brief bis Ende März da sein.

Mein UKV-Vertrag begann vor 2009 – was dann?

Dann wird beim Wechsel zu einem anderen Versicherer grundsätzlich keine Alterungsrückstellung übertragen; ein Versichererwechsel ist in diesem Fall in der Regel ein Warnsignal. Der Weg ist die Optimierung bei der UKV, etwa ein Tarifwechsel nach § 204 VVG, ein höherer Selbstbehalt oder angepasste Bausteine. Auch diese Optionen vergleicht ein Partner-Experte für Sie.

Quellen

  1. Union Krankenversicherung AG: Geschäftsbericht 2025 – 2026, abgerufen 24.10.2026
  2. UKV: Beitragsgarantien 2027 – Neugeschäftsbeiträge Vollversicherung – abgerufen 24.10.2026
  3. UKV: Beitragsgarantien 2027 – Bestand Krankenversicherung – abgerufen 24.10.2026
  4. Konzern Versicherungskammer, Maklerportal: Beitragsgarantien und Beitragsrückerstattung 2027 – Verkaufsjahr 2026/2027, abgerufen 24.10.2026
  5. UKV: Merkblatt BeihilfeCOMFORT – Beitragsrückerstattung für 2025, 2026 und 2027 – Stand 06/2026
  6. procontra: Versicherungskammer Bayern muss PKV-Beiträge teils kräftig erhöhen – vor dem 1.1.2026 erschienen, auf der Seite ohne Datum; abgerufen 24.10.2026
  7. UKV: Private Krankenversicherung für Angestellte (GesundheitVARIO) – abgerufen 24.10.2026
  8. PKV-Verband: Warum die Beiträge steigen – Werte für 1.1.2027: Stand 15.10.2026
  9. § 203 VVG – Prämien- und Bedingungsanpassung – abgerufen 24.10.2026
  10. § 204 VVG – Tarifwechsel und Übertragungswert – abgerufen 24.10.2026
  11. § 205 VVG – Kündigung des Versicherungsnehmers (Sonderkündigungsrecht, Anschlussversicherung) – abgerufen 24.10.2026
  12. § 155 VAG – Prämienanpassung – abgerufen 24.10.2026
  13. BGH, Urteil vom 16.12.2020 – IV ZR 294/19 (Begründung der Prämienanpassung) – Rechtsprechung
  14. BGH, Urteil vom 17.11.2021 – IV ZR 113/20 (Verjährung von Rückforderungen) – Rechtsprechung
Redaktion PKV-Beitragsbrief.de

Unsere Beiträge stützen sich auf Gesetze, Angaben von Behörden und Verbänden sowie veröffentlichte Unterlagen der Versicherer – jeweils mit Stand. So arbeiten wir.

Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zu der privaten Krankenversicherung (Stand: 24. Oktober 2026). Er ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Lösung zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab, z. B. Alter, Gesundheit, Einkommen und Familie. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität; Gesetze und Tarife ändern sich. Herausgeber: PKV-Beitragsbrief.de. PKV-Beitragsbrief.de ist kein Versicherungsmakler und bietet keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung an; eine individuelle Beratung erfolgt ausschließlich durch spezialisierte Kooperationspartner mit Erlaubnis nach § 34d GewO.

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