Rechner

PKV-Beitragserhöhung-Rechner: Was kostet Sie die Erhöhung bis zur Rente?

Geben Sie Ihren alten und neuen Monatsbeitrag ein. Der Rechner zeigt sofort, um wie viel Prozent Ihr Beitrag gestiegen ist, was Sie das pro Jahr kostet – und wohin sich Ihr Beitrag bis zur Rente entwickeln kann.

Redaktion PKV-Beitragsbrief.de Aktualisiert am 10. Oktober 2026 4 Min. Lesezeit
Inhalt (6 Abschnitte)
  1. So nutzen Sie den PKV-Beitragserhöhung-Rechner
  2. Rechenbeispiel Schritt für Schritt
  3. Ist meine Beitragserhöhung „normal“?
  4. Warum kommen Beitragserhöhungen in Sprüngen?
  5. Was der Rechner nicht berücksichtigt – aber Sie sollten
  6. Was Sie jetzt tun können
Das Wichtigste in Kürze
  • Die Erhöhung in Prozent = (neuer Beitrag − alter Beitrag) ÷ alter Beitrag × 100.
  • Zum 1.1.2026 stiegen die Beiträge laut PKV-Verband für rund 60 % der Privatversicherten, bei ihnen im Schnitt um etwa 13 %.
  • Im Durchschnitt stiegen die PKV-Beitragseinnahmen je Versicherten 2006–2026 um 3,4 % pro Jahr (WIP) – einzelne Tarife springen deutlich stärker.
  • Die Prognose ist ein Szenario, keine Vorhersage für Ihren Tarif.

Der Rechner zeigt Ihnen in Sekunden, um wie viel Prozent Ihr PKV-Beitrag gestiegen ist, was das pro Jahr kostet und welcher Beitrag sich bis zur Rente ergeben kann. Ihre Eingaben bleiben in Ihrem Browser – nichts wird übertragen.

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Erhöhung in Prozent
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Mehrkosten pro Jahr
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möglicher Monatsbeitrag mit 67 (Szenario)
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Summe aller Beiträge bis zum 85. Lebensjahr im Szenario

Unverbindliche Modellrechnung (Stand Oktober 2026). Die Steigerung pro Jahr ist eine Annahme; 3,4 % entsprechen dem durchschnittlichen Anstieg der PKV-Beitragseinnahmen je Versicherten 2006–2026 (WIP). Nicht berücksichtigt: Wegfall des 10-%-Zuschlags ab 61, Wegfall von Krankentagegeld und Arbeitgeberzuschuss im Ruhestand, Rentenzuschuss. Keine Prognose für einen bestimmten Tarif.

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  • Auf Wunsch: Rückruf eines Partner-Experten zu Tarifwechsel-Optionen nach § 204 VVG

So nutzen Sie den PKV-Beitragserhöhung-Rechner

Die beiden Beträge finden Sie in Ihrem Anpassungsschreiben: den bisherigen und den neuen Monatsbeitrag. Nehmen Sie am besten den Gesamtbeitrag inklusive Pflegepflichtversicherung – so sehen Sie, was tatsächlich von Ihrem Konto abgeht. Mit dem Schieberegler legen Sie fest, wie stark Ihr Beitrag in Zukunft pro Jahr steigen könnte.

  • Erhöhung in Prozent: zeigt, wie Ihre Anpassung im Vergleich zum Durchschnitt einzuordnen ist.
  • Mehrkosten pro Jahr: der Betrag, den Sie ab jetzt jedes Jahr zusätzlich zahlen – und zwar dauerhaft.
  • Beitrag mit 67: was bei gleichmäßiger Steigerung zu Rentenbeginn auf Sie zukommen kann.
  • Summe bis 85: macht sichtbar, wie viel Geld insgesamt im Spiel ist – und warum sich jede Entlastung lohnt.

Rechenbeispiel Schritt für Schritt

Modellrechnung mit den Standardwerten des Rechners: 52 Jahre, Beitrag bisher 612,40 €, neu 692,01 €, angenommene Steigerung 3,4 % pro Jahr.

Beispiel/Modellrechnung mit den Standardwerten des Rechners; Szenario, keine Prognose für einen Tarif; eigene Berechnung, Stand Oktober 2026.
SchrittRechnungErgebnis
Erhöhung in Euro692,01 € − 612,40 €79,61 €
Erhöhung in Prozent79,61 € ÷ 612,40 € × 100+13,0 %
Mehrkosten pro Jahr79,61 € × 12955 €
Beitrag mit 67 (Szenario)692,01 € × 1,03415rund 1.143 €
Summe bis 85 (Szenario)33 Jahresbeiträge, jedes Jahr +3,4 %rund 491.956 €

Zum Vergleich: Mit 6 % pro Jahr ergäben sich mit 67 rund 1.658 € im Monat. Das zeigt, wie stark das Ergebnis von der Annahme abhängt – es sagt nicht voraus, wie sich Ihr Tarif entwickelt. Wie Sie Zahlen zur Beitragsentwicklung einordnen, erklärt der Ratgeber PKV-Beitragsentwicklung und Prognose.

Ist meine Beitragserhöhung „normal“?

Zur Einordnung helfen die Zahlen des PKV-Verbands: Zum 1.1.2025 stiegen die Beiträge für rund zwei Drittel der Privatversicherten, im Schnitt um etwa 18 %. Zum 1.1.2026 waren es rund 60 %, im Schnitt etwa 13 % – jeweils bei den Betroffenen. Für 2027 erwartet der Verband erneut Erhöhungen für einen Großteil der Versicherten, nennt aber noch keine Durchschnittszahl (Stand 08.10.2026).

Quelle: PKV-Verband; Rechenbeispiele eigene Berechnung.
Bisheriger Beitrag+ 5 %+ 13 %+ 18 %+ 25 %
400 €420 €452 €472 €500 €
600 €630 €678 €708 €750 €
800 €840 €904 €944 €1.000 €
1.000 €1.050 €1.130 €1.180 €1.250 €

Wichtig: Durchschnittswerte glätten große Unterschiede. In geschlossenen, älteren Tarifen kann eine einzelne Anpassung zweistellig ausfallen, in anderen Jahren bleibt der Beitrag gleich. Deshalb ist der Blick auf Ihren Tarif entscheidend.

Warum kommen Beitragserhöhungen in Sprüngen?

Ein privater Krankenversicherer darf Beiträge nur anpassen, wenn die tatsächlichen Leistungsausgaben eines Tarifs um mehr als 10 % von der Kalkulation abweichen – oder um einen niedrigeren Wert, wenn die Vertragsbedingungen das vorsehen, häufig 5 % (§ 155 VAG). Ein unabhängiger Treuhänder muss zustimmen (§ 203 VVG). Steigen die Kosten nur langsam, passiert jahrelang nichts – bis die Schwelle erreicht ist. Dann wird alles auf einmal nachgeholt, oft zusammen mit einem niedrigeren Rechnungszins. Mehr dazu im Ratgeber Warum steigt mein PKV-Beitrag?.

Was der Rechner nicht berücksichtigt – aber Sie sollten

Entlastungen im Alter

Ab dem Jahr nach dem 60. Geburtstag entfällt der 10-%-Zuschlag, mit Rentenbeginn das Krankentagegeld. Gesetzlich Rentenversicherte erhalten einen Rentenzuschuss (2026: 8,75 % der Rente, max. die Hälfte des Beitrags).

Belastungen im Alter

Für Angestellte entfällt der Arbeitgeberzuschuss. Sie tragen den Beitrag dann allein – abzüglich Rentenzuschuss. Das ist für viele die größte Veränderung.

Was das für Ihren Beitrag im Ruhestand bedeutet, rechnet auf Wunsch ein spezialisierter Experte aus unserem Partnernetzwerk im persönlichen Gespräch mit Ihnen durch.

Was Sie jetzt tun können

  1. Erhöhung einordnen: Liegt sie deutlich über dem Durchschnitt? Dann lohnt sich eine Prüfung besonders. Wie Sie das Schreiben Ihres Versicherers lesen, erklärt Beitragsbrief verstehen und prüfen.
  2. Tarifwechsel prüfen: Nach § 204 VVG können Sie in einen anderen Tarif Ihres Versicherers wechseln und behalten Ihre Alterungsrückstellungen. → Tarifwechsel-Rechner
  3. Selbstbehalt durchrechnen: Lohnt sich ein höherer Selbstbehalt für Sie? → Selbstbehalt-Rechner
  4. Fürs Alter vorsorgen: Ein Beitragsentlastungstarif oder eine Rücklage senkt Ihren Beitrag im Ruhestand.
  5. Alle Optionen ordnen: Einen Entscheidungsbaum mit allen Wegen finden Sie unter PKV-Beitragserhöhung: Was tun?

Häufige Fragen

Wie berechne ich meine PKV-Beitragserhöhung in Prozent?

Ziehen Sie den alten vom neuen Monatsbeitrag ab, teilen Sie das Ergebnis durch den alten Beitrag und multiplizieren Sie mit 100. Beispiel: von 612,40 € auf 692,01 € sind das 79,61 € mehr, also rund 13 %.

Ist eine Erhöhung von 13 % normal?

Zum 1.1.2026 lag die durchschnittliche Erhöhung bei den betroffenen Privatversicherten laut PKV-Verband bei etwa 13 %, zum 1.1.2025 bei etwa 18 %. Einzelne Tarife können deutlich darüber oder darunter liegen.

Welche Steigerung pro Jahr sollte ich für die Zukunft annehmen?

Als Orientierung dient der langjährige Durchschnitt: 3,4 % pro Jahr bei der PKV (2006–2026, WIP). Wer vorsichtig plant, rechnet zusätzlich ein Szenario mit 5 oder 6 % – vor allem bei Tarifen, die in den letzten Jahren stark gestiegen sind.

Was kann ich tun, wenn mein Beitrag stark gestiegen ist?

Prüfen Sie zuerst einen Tarifwechsel nach § 204 VVG beim eigenen Versicherer – Ihre Alterungsrückstellungen bleiben dabei erhalten. Weitere Hebel sind Selbstbehalt, Leistungsbausteine, Krankentagegeld und für später ein Beitragsentlastungstarif.

Wie hoch wird mein PKV-Beitrag mit 67?

Das lässt sich nur als Szenario rechnen. Beispiel: 692,01 € im Monat werden bei 3,4 % Steigerung pro Jahr (Ø PKV 2006–2026 laut WIP) in 15 Jahren zu rund 1.143 €, bei 6 % zu rund 1.658 € (Modellrechnung, Stand Oktober 2026). Nicht eingerechnet sind Entlastungen wie der Wegfall des 10-%-Zuschlags ab dem Jahr nach dem 60. Geburtstag und der Rentenzuschuss (2026: 8,75 % der gesetzlichen Rente).

Wie stark steigen die Beiträge in der PKV?

Im Durchschnitt stiegen die PKV-Beitragseinnahmen je Versicherten von 2006 bis 2026 um 3,4 % pro Jahr, in der GKV um 3,9 % (WIP). Einzelne Tarife springen deutlich stärker: Zum 1.1.2026 stiegen die Beiträge laut PKV-Verband für rund 60 % der Privatversicherten, bei ihnen im Schnitt um etwa 13 %. Für 2027 nennt der Verband noch keine Durchschnittszahl (Stand 08.10.2026).

Quellen

  1. PKV-Verband: Beitragsanpassungen und Zahlen zur PKV – Stand Herbst 2025 / 08.10.2026
  2. WIP – Wissenschaftliches Institut der PKV: Beitragsentwicklung – Ø 2006–2026
  3. § 203 VVG – Prämien- und Bedingungsanpassung
Redaktion PKV-Beitragsbrief.de

Unsere Beiträge stützen sich auf Gesetze, Angaben von Behörden und Verbänden sowie veröffentlichte Unterlagen der Versicherer – jeweils mit Stand. So arbeiten wir.

Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zu der privaten Krankenversicherung (Stand: 10. Oktober 2026). Er ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Lösung zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab, z. B. Alter, Gesundheit, Einkommen und Familie. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität; Gesetze und Tarife ändern sich. Herausgeber: PKV-Beitragsbrief.de. PKV-Beitragsbrief.de ist kein Versicherungsmakler und bietet keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung an; eine individuelle Beratung erfolgt ausschließlich durch spezialisierte Kooperationspartner mit Erlaubnis nach § 34d GewO.

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