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LVM PKV Beitragserhöhung 2027: Stand, Rückblick, Ihre Wege

Die LVM Krankenversicherungs-AG aus Münster nennt in ihren Geschäftsberichten Durchschnittswerte ihrer Beitragsanpassungen – allerdings für die Neugeschäftsbeiträge, nicht für den Bestand. Hier steht, was zur Runde 2027 belegt ist, wie die LVM Erhöhungen begrenzt und welche Wege Sie haben.

Redaktion PKV-Beitragsbrief.de Aktualisiert am 12. Oktober 2026 9 Min. Lesezeit
Inhalt (6 Abschnitte)
  1. LVM PKV Beitragserhöhung 2027: der aktuelle Stand
  2. Bisherige Beitragsanpassungen der LVM
  3. Was die LVM zur Begrenzung einsetzt
  4. Warum Beiträge bei der LVM steigen
  5. Ihre Wege bei der LVM
  6. Den Brief der LVM prüfen
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine LVM PKV Beitragserhöhung 2027 ist bis zum 12.10.2026 nicht veröffentlicht; die Schreiben für den 1.1.2027 kommen in der Regel im November.
  • Zum 1.1.2026 stiegen laut Geschäftsbericht die Neugeschäftsbeiträge der LVM im Schnitt um 13,3 % (Beihilfe), 10,7 % (übrige Vollversicherte) und 7,8 % (Zusatzversicherte); 2025 waren es 2,7 % und 5,3 %.
  • Zur Milderung der Anpassungen zum 1.1.2026 stellte die LVM 27,4 Mio. € aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung bereit; die RfB-Quote sank 2025 von 47,0 % auf 39,9 %.
  • Für Versicherte ab 65 begrenzt die LVM 2026 die Beiträge zusätzlich; im Schnitt zahlen sie laut LVM etwa den Beitrag der 44-Jährigen.
  • Ein Tarifwechsel nach § 204 VVG ist jederzeit möglich; die LVM informiert laut eigener Seite schon Versicherte ab 55 über mögliche Umstellungen.

Eine LVM PKV Beitragserhöhung 2027 ist bis zum 12.10.2026 nicht veröffentlicht. Belegt ist laut Geschäftsbericht 2025: Zum 1.1.2026 stiegen die Neugeschäftsbeiträge der LVM Krankenversicherung im Schnitt um 13,3 % bei Beihilfeberechtigten und um 10,7 % bei den übrigen Vollversicherten; zur Milderung im Bestand stellte die LVM 27,4 Mio. € aus Überschüssen bereit. Für den Bestand nennt sie keinen Durchschnitt. Briefe zu Anpassungen zum 1. Januar kommen in der Regel im November.

Einordnung, keine Seite der LVMDiese Seite fasst überprüfbare Angaben zur Beitragsentwicklung der LVM Krankenversicherungs-AG zusammen. Sie ist kein Angebot und keine Seite der LVM Versicherung. Wir veröffentlichen keine Kundenstimmen und keine geschätzten Prozentwerte. PKV-Beitragsbrief.de ist ein kostenloses Informations- und Rechnerportal und kein Versicherungsmakler.

offen
LVM-Anpassung zum 1.1.2027 – noch nicht veröffentlicht
Recherche vom 12.10.2026
+10,7 %
Ø Neugeschäftsbeiträge übrige Vollversicherte zum 1.1.2026
Geschäftsbericht 2025
27,4 Mio. €
RfB-Mittel zur Milderung der Anpassungen zum 1.1.2026
Geschäftsbericht 2025
84.675
Vollversicherte Ende 2025 (2024: 82.587)
Geschäftsbericht 2025

LVM PKV Beitragserhöhung 2027: der aktuelle Stand

Stand 12.10.2026 noch nicht veröffentlicht – wir ergänzen nach Eingang. Geprüft haben wir am 12. Oktober 2026 die Pressemitteilungen der LVM – die einzige Meldung zur Krankenversicherung in diesem Jahr betrifft die Beitragsrückerstattung (14.08.2026) –, die LVM-Informationsseite zur Beitragsanpassung, die nur die Runde 2026 behandelt, und die Geschäftsberichte 2023 bis 2025. Eine Angabe zur Anpassung zum 1. Januar 2027 war nicht darunter.

Für die ganze Branche gilt: Der PKV-Verband geht davon aus, dass zum 1.1.2027 erneut ein Großteil der Privatversicherten von Erhöhungen betroffen sein wird; eine Durchschnittshöhe nennt er noch nicht (Bericht vom 08.10.2026). Die Versicherer stimmen ihre Neuberechnungen in diesen Wochen mit den Treuhändern ab – unabhängigen Prüfern, die jeder Anpassung zustimmen müssen. Für 2026 erwartet die LVM laut Prognosebericht wegen der Anpassungen zum 1.1.2026 ein „deutlich verbessertes Schadenergebnis“. Was das für 2027 bedeutet, lässt sich daraus nicht ablesen.

Wann die Briefe der LVM üblicherweise kommen

Die belegten Anpassungen der LVM galten jeweils zum 1. Januar, auch für Beihilfeberechtigte. Eine Erhöhung wird frühestens zu Beginn des zweiten Monats wirksam, der auf die Mitteilung samt Begründung folgt (§ 203 Abs. 5 Versicherungsvertragsgesetz, kurz VVG). Für den 1. Januar 2027 muss Ihr Brief also spätestens Ende November 2026 ankommen. Unterjährig hat die LVM für 2026 Anpassungen im brancheneinheitlichen Standard- und Basistarif sowie in der Auslandsreise-Krankenversicherung angekündigt.

Änderungslog dieser Seite

  • 12.10.2026: Seite veröffentlicht. Ausgewertet: Geschäftsberichte 2023 bis 2025, LVM-Informationsseite zur Beitragsanpassung, Broschüre W 1111 (09/2026), Pressemitteilung vom 14.08.2026. Keine Angabe zur Anpassung 2027 gefunden.
  • Nächste Prüfung: laufend ab Ende Oktober 2026; Eintrag mit Datum und Quelle, sobald die LVM Angaben zur Runde 2027 veröffentlicht.

Bisherige Beitragsanpassungen der LVM

Die LVM nennt in jedem Geschäftsbericht, wie sich die geschlechtsunabhängig kalkulierten (Unisex-)Neugeschäftsbeiträge zum 1. Januar im Schnitt verändert haben. Das ist ein guter Anhaltspunkt für die Richtung – aber nicht die Erhöhung im Bestand, die durch Limitierungsmittel gedämpft werden kann.

Durchschnittliche Veränderung der geschlechtsunabhängigen Neugeschäftsbeiträge der LVM Krankenversicherungs-AG, nur belegte Werte. Quellen: Geschäftsberichte 2023, 2024 und 2025 (jeweils Prognosebericht). Keine Bestandswerte. Stand: 12.10.2026.
StichtagBeihilfeberechtigte VollversicherteÜbrige VollversicherteZusatzversicherteRfB-Mittel zur Milderung
1.1.2027nicht veröffentlichtnicht veröffentlichtnicht veröffentlichtnicht veröffentlicht
1.1.2026+13,3 %+10,7 %+7,8 %27,4 Mio. €
1.1.2025+2,7 %+5,3 %−1,3 %32,0 Mio. €
1.1.2024+0,2 %+5,3 %−0,4 %25,1 Mio. €

Wie liest man das? Neugeschäftsbeiträge sind die Beiträge, die neue Kunden im jeweiligen Alter zahlen. Bei einer Anpassung ändern sich auch die Beiträge im Bestand, doch dort setzt die LVM Mittel aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung ein – laut Bericht „vor allen Dingen“ in Teilen der Bisex- und Unisex-Vollversicherungstarife, teils verbunden mit einem angepassten Rechnungszins. Für 2026 schreibt die LVM, die Beiträge seien „in Teilbereichen deutlich erhöht“, teilweise aber auch gesenkt worden. 2025 gingen 59,7 % des Beitragswachstums auf Beitragsanpassungen zurück (2024: 48,1 %).

Zum Vergleich die Branche: Zum 1.1.2025 stiegen die Beiträge laut PKV-Verband für rund zwei Drittel der Privatversicherten, im Schnitt um etwa 18 %; zum 1.1.2026 für rund 60 % mit durchschnittlich etwa 13 %. Die LVM-Werte messen etwas anderes und sind nicht direkt vergleichbar. Zur Pflegepflichtversicherung nennt die LVM für den 1.1.2026 Erhöhungen in beiden Tarifstufen (mit und ohne Beihilfe). Ihre eigene Erhöhung rechnen Sie mit dem Beitragserhöhung-Rechner aus.

Ihr Tarif ist nicht der DurchschnittAuch bei der LVM werden Erwachsene, Kinder, Beihilfeberechtigte und Bisex-Altverträge getrennt kalkuliert, und die Limitierung wirkt je Tarif unterschiedlich. Maßgeblich ist allein der Nachtrag zu Ihrem Versicherungsschein.

Was die LVM zur Begrenzung einsetzt

Mit Mitteln aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) können Versicherer Erhöhungen dämpfen. Die RfB wird aus Überschüssen gebildet und gehört den Versicherten; ihr Einsatz zur Limitierung braucht die Zustimmung des Treuhänders (§ 155 Abs. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz, kurz VAG). Die LVM schreibt im Prognosebericht 2025: „Die über dem Marktdurchschnitt dotierte Rückstellung für Beitragsrückerstattung versetzt LVM-Kranken in die Lage, die erforderlichen Beitragsanpassungen für den Bestand deutlich spürbar abzumildern.“

Rückstellung für Beitragsrückerstattung der LVM Krankenversicherungs-AG. Quellen: Geschäftsberichte 2024 und 2025; Beitragsrückerstattung laut Pressemitteilung vom 14.08.2026. Stand: 12.10.2026.
Kennzahl202320242025
Erfolgsabhängige RfB am Jahresende231,2 Mio. €223,7 Mio. €203,4 Mio. €
RfB-Quote51,1 %47,0 %39,9 %
Einmalbeiträge aus der RfB im Geschäftsjahr insgesamt (vor allem Milderung von Anpassungen)–30,5 Mio. €32,0 Mio. €
Beitragsrückerstattung für Leistungsfreie (ausgezahlt im Folgejahr)–19,2 Mio. €20,3 Mio. €

Was heißt das für Sie? Die LVM hat in den letzten Jahren jeweils rund 25 bis 32 Mio. € zur Milderung eingesetzt; dadurch sank die RfB-Quote von 51,1 % auf 39,9 %. Die Beitragsrückerstattung ist kein Rabatt auf eine Erhöhung: Sie erhielten 2026 laut LVM mehr als 35.000 Versicherte, die 2025 keine Rechnungen eingereicht hatten, im Schnitt rund 730 € je Vertrag – in den Tarifen A, AP und AB bis zu vier Monatsbeiträge.

Zusätzliche Begrenzung ab 65

Eine Besonderheit der LVM: Für 2026 hat sie festgelegt, dass für alle Personen, die 65 werden oder älter sind, der Beitrag „über die allgemeine Milderung einer durchgeführten Beitragsanpassung hinaus zusätzlich begrenzt wird“. Orientierung ist der Beitrag, den die Person zahlen würde, wenn sie heute mit ihrem maßgeblichen Eintrittsalter neu einträte. Im Schnitt zahlen die über 65-Jährigen 2026 laut LVM „in etwa den Beitrag der 44-jährigen Versicherten“. Die Maßnahme besteht in angepasster Form seit dem Jahr 2000, ist freiwillig und wird jährlich neu beschlossen; ein Tarifwechsel kann sich laut LVM darauf auswirken. Fragen Sie vor einem Wechsel deshalb ausdrücklich nach, was mit dieser Begrenzung passiert.

Warum Beiträge bei der LVM steigen

Eine Anpassung ist nur erlaubt, wenn die Leistungsausgaben eines Tarifs um mehr als 10 % – oder um einen niedrigeren Wert laut Bedingungen, oft 5 % – bzw. die Sterbewahrscheinlichkeiten um mehr als 5 % von der Kalkulation abweichen (§ 155 VAG). Ein unabhängiger Treuhänder muss zustimmen (§ 203 Abs. 2 VVG). Weil sich Kostensteigerungen unterhalb der Schwelle aufstauen, kommen Erhöhungen oft in Sprüngen.

Die LVM nennt als Grund die „veränderte Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen“. Ihre Aufwendungen für Versicherungsfälle stiegen 2024 um 11,9 % und 2025 um weitere 6,8 % auf 320,8 Mio. €; auf ihrer Informationsseite spricht die LVM von 38 % mehr Ausgaben für medizinische Leistungen seit 2022. Hinzu kommt der Kapitalmarkt: Die Nettoverzinsung sank 2025 auf 1,9 % (2024: 3,0 %), und die LVM kündigt an, den kalkulatorischen Zins der Alterungsrückstellungen „weiter anzupassen“. Die Mechanik im Detail erklärt der Ratgeber PKV-Beitragsanpassung erklärt.

Ihre Wege bei der LVM

Eine Erhöhung müssen Sie nicht einfach hinnehmen, aber jede Alternative hat einen Preis. Wir empfehlen keinen bestimmten Weg, sondern zeigen, welche Möglichkeiten das Gesetz und das Tarifwerk der LVM bieten.

Tarifwechsel nach § 204 VVG

Sie wechseln in einen anderen LVM-Tarif mit gleichartigem Schutz und behalten Ihre Alterungsrückstellung. Eine Gesundheitsprüfung ist nur für Mehrleistungen erlaubt.

Selbstbeteiligung

Im ambulanten Tarif A gibt es laut Broschüre die Stufen A 0, A 300, A 650, A 1350 und A 2500 sowie A 20/P mit 20 %. Zur Selbstbeteiligung gibt es keinen Arbeitgeberzuschuss. Mehr unter Selbstbehalt erhöhen.

Primärarzttarif AP

Im Tarif AP gilt ein Primärarztprinzip; laut Broschüre gibt es ihn mit den Selbstbeteiligungen AP 400 und AP 800. Weniger Flexibilität ist der Preis. Mehr unter Leistungen anpassen.

Vorsorge-Plus

Der Beitrag sinkt zum 1. Januar des Jahres, in dem Sie 65 werden, um den vereinbarten Betrag – laut LVM um bis zu 80 % des Altersbeitrags der Grundversicherung. Bis 60 ohne Gesundheitsprüfung anpassbar.

Das Tarifwerk der LVM

Laut eigener Broschüre pflegt die LVM „über vier Jahrzehnte … nur ein Tarifwerk“, dessen Leistungen fortlaufend angepasst wurden. Es besteht aus Bausteinen: ambulant A oder AP, stationär S1 bis S3, Zahn Z100/100, Z100/80 oder Z100/50 sowie Ergänzungen wie Krankentagegeld. Daneben gibt es ältere, geschlechtsabhängig kalkulierte Bisex-Varianten im Bestand. Ein Wechsel aus Bisex in Unisex ist endgültig; die LVM weist selbst darauf hin, dass danach der Standardtarif nicht mehr offensteht, weil er Bisex-Versicherten vorbehalten bleibt.

Leistungen Feld für Feld zeigt der Steckbrief LVM-Tarife A und AP, Kennzahlen zum Unternehmen das Profil der LVM auf PKV-Tarifprofil.de. Laut ihrer Informationsseite informiert die LVM im Rahmen einer Beitragsanpassung bereits Versicherte ab 55 über mögliche Vertragsumstellungen – gesetzlich vorgeschrieben ist das erst ab 60 (§ 204 VVG). Zudem ist die LVM Krankenversicherung den Tarifwechsel-Leitlinien des PKV-Verbands beigetreten (Beitrittsliste, Stand Januar 2025), die eine dokumentierte Beratung zu Mehr- und Minderleistungen und Beitragsunterschieden der Zieltarife vorsehen.

Darauf sollten Sie achten

  • Ein Wechsel aus einem Bisex-Tarif in einen Unisex-Tarif ist endgültig.
  • Ein Tarifwechsel kann sich auf die freiwillige Begrenzung ab 65 auswirken.
  • Für Mehrleistungen drohen Risikozuschlag, Leistungsausschluss oder Wartezeit.

Das spricht für eine Prüfung

  • Der Wechsel ist an keine Frist gebunden.
  • Ihre Alterungsrückstellung bleibt innerhalb der LVM erhalten.
  • Die Selbstbeteiligung im Tarif A lässt sich in mehreren Stufen wählen.

Bitten Sie die LVM schriftlich um alle Tarife, in die Sie nach § 204 VVG wechseln können – mit Beitrag und Leistungsunterschieden. Den Ablauf erklärt der Ratgeber Tarifwechsel nach § 204 VVG, die mögliche Ersparnis rechnet der Tarifwechsel-Rechner. Ein Wechsel zu einem anderen Versicherer kostet meist einen Teil der Alterungsrückstellung und erfordert eine neue Gesundheitsprüfung (PKV-Versicherer wechseln).

Den Brief der LVM prüfen

Kommt das Anpassungsschreiben, lohnt ein genauer Blick. Der Bundesgerichtshof hat entschieden: Der Versicherer muss angeben, welche Rechnungsgrundlage die Anpassung ausgelöst hat – gestiegene Leistungsausgaben oder veränderte Sterbewahrscheinlichkeiten (BGH, 16.12.2020, IV ZR 294/19). Allgemeine Hinweise auf steigende Kosten reichen nicht.

  • Eingangsdatum notieren: Davon hängen Wirksamkeit (§ 203 Abs. 5 VVG) und Kündigungsfrist ab.
  • Bausteine vergleichen: Welcher Baustein steigt – A oder AP, S, Z, Krankentagegeld, Vorsorge-Plus oder Pflegepflichtversicherung?
  • Limitierung suchen: Nennt das Schreiben Mittel, mit denen die Erhöhung gemildert wurde, und – ab 65 – die zusätzliche Begrenzung?
  • Umstellungsangebot lesen: Ab 55 legt die LVM laut eigener Angabe Informationen zu möglichen Umstellungen bei.
  • Unterlagen aufbewahren: Rückforderungen aus unwirksamen Erhöhungen verjähren nach drei Jahren (BGH, 17.11.2021, IV ZR 113/20).

Ob eine Erhöhung rechtlich angreifbar ist, kann nur eine anwaltliche Prüfung klären – wir leisten keine Rechtsberatung. Die BGH-Linie fasst der Ratgeber Beitragserhöhung unwirksam? zusammen; was jeder Teil des Schreibens bedeutet, erklärt der Brief-Decoder zur Beitragserhöhung. Für eine Sonderkündigung haben Sie in der Regel zwei Monate ab Zugang (§ 205 Abs. 4 VVG), bei einer Vollversicherung aber nur mit lückenloser Anschlussversicherung – mehr unter Sonderkündigungsrecht nach Beitragserhöhung. Wie andere Versicherer Erhöhungen begrenzen, zeigen etwa die Seiten zur Alte-Oldenburger-Beitragserhöhung 2027 und zur ARAG-Beitragserhöhung 2027; alle Versicherer sammelt die Übersicht PKV-Beitragserhöhungen 2027.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die LVM PKV Beitragserhöhung 2027?

Das ist noch nicht bekannt. Bis zum 12.10.2026 hat die LVM Krankenversicherung keine Angaben zur Anpassung zum 1.1.2027 veröffentlicht. Branchenweit geht der PKV-Verband davon aus, dass ein Großteil der Privatversicherten von Erhöhungen betroffen sein wird. Wie stark Ihr Tarif steigt, steht in Ihrem Anpassungsschreiben.

Wie stark hat die LVM 2026 die Beiträge erhöht?

Laut Geschäftsbericht 2025 wurden die Beiträge zum 1.1.2026 „in Teilbereichen deutlich erhöht“, teilweise auch gesenkt. Die geschlechtsunabhängigen Neugeschäftsbeiträge stiegen im Schnitt um 13,3 % bei Beihilfeberechtigten, 10,7 % bei übrigen Vollversicherten und 7,8 % bei Zusatzversicherten. Für den Bestand nennt die LVM keinen Durchschnitt.

Sind die Neugeschäftswerte auch meine Erhöhung?

Nicht unbedingt. Neugeschäftsbeiträge sind die Beiträge, die neue Kunden zahlen. Im Bestand werden zusätzlich Limitierungsmittel eingesetzt, und ältere Bisex-Tarife werden getrennt kalkuliert. Ihre persönliche Erhöhung steht nur im Nachtrag zu Ihrem Versicherungsschein.

Was tut die LVM für Versicherte ab 65?

Für 2026 hat die LVM festgelegt, dass Personen ab 65 über die allgemeine Milderung hinaus zusätzlich begrenzt werden; Orientierung ist der Beitrag zum maßgeblichen Eintrittsalter. Im Schnitt zahlen die über 65-Jährigen laut LVM 2026 etwa den Beitrag der 44-Jährigen. Die Maßnahme ist freiwillig und wird jährlich neu beschlossen.

Kann ich bei der LVM in einen günstigeren Tarif wechseln?

Ja. Nach § 204 VVG können Sie jederzeit in andere LVM-Tarife mit gleichartigem Schutz wechseln, etwa in eine höhere Selbstbeteiligung im ambulanten Tarif A oder in den Primärarzttarif AP. Ihre Alterungsrückstellung wird angerechnet. Für Mehrleistungen darf die LVM eine Gesundheitsprüfung verlangen.

Gibt es bei der LVM einen Beitragsentlastungstarif?

Ja, Vorsorge-Plus. Ihr Monatsbeitrag sinkt zum 1. Januar des Jahres, in dem Sie 65 werden, um den vereinbarten Betrag – laut LVM um bis zu 80 % des Altersbeitrags der Grundversicherung. Bis 60 lässt sich der Entlastungsbetrag ohne Gesundheitsprüfung anpassen.

Quellen

  1. LVM Versicherung: Geschäftsbericht 2025 (Teil LVM Krankenversicherungs-AG) – abgerufen 12.10.2026
  2. LVM Versicherung: Geschäftsbericht 2024 – abgerufen 12.10.2026
  3. LVM Versicherung: Geschäftsbericht 2023 – abgerufen 12.10.2026
  4. LVM: Informationen zur Beitragsanpassung in der Krankenversicherung – abgerufen 12.10.2026
  5. LVM: Broschüre LVM-Krankenvollversicherung, W 1111 – Stand 09/2026
  6. LVM: Pressemitteilung Beitragsrückerstattung 2026 – 14.08.2026
  7. PKV-Verband: Leitlinien der Privaten Krankenversicherung für einen transparenten und kundenorientierten Tarifwechsel (Beitrittsliste) – Stand der Liste: Januar 2025
  8. AssCompact: PKV-Verband erwartet weitere Beitragserhöhungen für 2027 – 08.10.2026
  9. § 203 VVG – Prämien- und Bedingungsanpassung – abgerufen 12.10.2026
  10. § 204 VVG – Tarifwechsel – abgerufen 12.10.2026
  11. § 155 VAG – Prämienanpassung – abgerufen 12.10.2026
  12. § 205 VVG – Kündigung des Versicherungsnehmers – abgerufen 12.10.2026
  13. BGH, Urteil vom 16.12.2020 – IV ZR 294/19 (Begründung der Prämienanpassung) – Rechtsprechung
Redaktion PKV-Beitragsbrief.de

Unsere Beiträge stützen sich auf Gesetze, Angaben von Behörden und Verbänden sowie veröffentlichte Unterlagen der Versicherer – jeweils mit Stand. So arbeiten wir.

Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zu der privaten Krankenversicherung (Stand: 12. Oktober 2026). Er ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Lösung zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab, z. B. Alter, Gesundheit, Einkommen und Familie. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität; Gesetze und Tarife ändern sich. Herausgeber: PKV-Beitragsbrief.de. PKV-Beitragsbrief.de ist kein Versicherungsmakler und bietet keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung an; eine individuelle Beratung erfolgt ausschließlich durch spezialisierte Kooperationspartner mit Erlaubnis nach § 34d GewO.

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