Inhalt (6 Abschnitte)
- Eine Beitragserhöhung 2027 der Hallesche ist bis zum 11.10.2026 nicht veröffentlicht; die Schreiben für den 1.1.2027 kommen in der Regel im November 2026.
- Zum 1.1.2026 stiegen laut Hallesche die Neugeschäftsbeiträge für 38-jährige Erwachsene in NK.select je nach Variante um 7,4 bis 15,6 %; PRIMO blieb für Erwachsene stabil.
- Für die Anpassung zum 1.1.2026 setzte die Hallesche nach eigenen Angaben rund 150 Mio. € aus Überschüssen zur Begrenzung ein, für eine Anpassung zum 1.5.2026 weitere 13 Mio. €.
- Die Werte gelten für Neukunden mit Alter 38. Ihre eigene Erhöhung kann deutlich abweichen – maßgeblich ist Ihr Anpassungsschreiben.
- Ein Tarifwechsel nach § 204 VVG, etwa in eine NK.select-Variante, ist jederzeit möglich; eine Gesundheitsprüfung darf es nur für Mehrleistungen geben.
Eine Hallesche Beitragserhöhung 2027 ist bis zum 11.10.2026 nicht veröffentlicht. Zuletzt passte die Hallesche die Beiträge zum 1.1.2026 an: Für 38-jährige Neukunden stiegen die NK.select-Tarife laut Hallesche um 7,4 bis 15,6 %, zur Begrenzung setzte sie rund 150 Mio. € aus Überschüssen ein. Briefe zu Anpassungen zum 1. Januar kommen in der Regel im November.
Einordnung, keine Seite der HallescheDiese Seite fasst überprüfbare Angaben zur Beitragsentwicklung zusammen. Sie ist kein Angebot und keine Seite der Hallesche. Wir veröffentlichen keine Kundenstimmen und keine geschätzten Prozentwerte. PKV-Beitragsbrief.de ist ein kostenloses Informations- und Rechnerportal und kein Versicherungsmakler.
Beitragserhöhung 2027 bei der Hallesche: der aktuelle Stand
Stand 11.10.2026 noch nicht veröffentlicht – wir ergänzen nach Eingang. Die Seite der Hallesche zur Beitragsanpassung behandelt bislang die Runden zum 1. Januar und 1. Mai 2026. Auch im Vermittlerportal der ALH Gruppe haben wir am 11. Oktober 2026 noch keine Unterlagen zur Anpassung zum 1.1.2027 gefunden. Eine Liste betroffener Tarife liegt öffentlich nicht vor.
Für die ganze Branche gilt: Der PKV-Verband geht davon aus, dass zum 1.1.2027 erneut ein Großteil der Privatversicherten von Erhöhungen betroffen sein wird; eine Durchschnittshöhe nennt er noch nicht (Bericht vom 08.10.2026). Die Versicherer stimmen ihre Neuberechnungen in diesen Wochen mit den Treuhändern ab. Ein Treuhänder ist ein unabhängiger Prüfer, der jeder Beitragsanpassung zustimmen muss. Prozentzahlen zur Hallesche 2027, die im Netz kursieren, haben wir an keiner Veröffentlichung der Hallesche prüfen können – wir übernehmen sie deshalb nicht.
Wann die Briefe der Hallesche üblicherweise kommen
Eine Beitragserhöhung wird frühestens zu Beginn des zweiten Monats wirksam, der auf die Mitteilung samt Begründung folgt (§ 203 Abs. 5 Versicherungsvertragsgesetz, kurz VVG). Für den 1. Januar 2027 muss Ihr Brief also spätestens Ende November 2026 da sein. Ein Anhaltspunkt aus dem Vorjahr: Die Vermittlerinformation der Hallesche zur Anpassung 2026 trug den Stand 3. November 2025. Die Hallesche passt aber nicht nur zum Jahreswechsel an – 2026 gab es zusätzlich eine Runde zum 1. Mai für Versicherte mit Beihilfe. Notieren Sie deshalb immer das Eingangsdatum.
Änderungslog dieser Seite
- 11.10.2026: Seite veröffentlicht. Keine Veröffentlichung zum 1.1.2027 gefunden; Werte der Anpassungen zum 1.1.2026 und 1.5.2026 aus Unterlagen der Hallesche sowie Geschäftsbericht 2025 aufgenommen.
- Nächste Prüfung: laufend ab Ende Oktober 2026; Eintrag mit Datum und Quelle, sobald die Hallesche Unterlagen zur Runde 2027 veröffentlicht.
Bisherige Beitragsanpassungen der Hallesche
Die Tabelle zeigt nur Werte mit Quelle und Datum. Anders als viele Versicherer hat die Hallesche zur Anpassung 2026 Tarifwerte veröffentlicht – allerdings für das Neugeschäft, also für die Beiträge neuer Kunden mit einem bestimmten Alter. Durchschnittswerte für den gesamten Bestand gibt es nicht.
| Stichtag | Betroffen | Höhe | Quelle (Datum) | Art der Quelle |
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2027 | nicht veröffentlicht | nicht veröffentlicht | Recherche 11.10.2026 | – |
| 1.5.2026 | Versicherte mit Beihilfe (laut Kundeninformation) | nicht veröffentlicht | Kundeninformation W 421b (03/2026) | Versicherer |
| 1.1.2026 | Kranken- und Pflegepflichtversicherung | Neugeschäft, Alter 38: NK.select +7,4 bis +15,6 %; Pflegepflicht PVN ca. 5,5 % | Vermittlerinformation BAP 01/2026 (03.11.2025) | Versicherer |
| 2025 | Krankenversicherung: nicht veröffentlicht; Pflegepflicht: keine Anpassung | nicht veröffentlicht | Geschäftsbericht 2025 (03/2026) | Versicherer |
| 2024 | nicht veröffentlicht | nicht veröffentlicht | keine Angabe gefunden | – |
Anpassung zum 1.1.2026 im Neugeschäft
| Tarifreihe | Erwachsene | Ø pro Jahr | Jugendliche | Kinder |
|---|---|---|---|---|
| NK.select XL | +8,1 bis +9,5 % | 6,1–7,4 % | +16,5 bis +20,6 % | +15,7 bis +21,4 % |
| NK.select L | +7,4 bis +9,1 % | 4,9–6,5 % | +16,5 bis +20,5 % | +15,5 bis +21,4 % |
| NK.select S | +11,2 bis +15,6 % | 3,6–5,0 % | +21,6 bis +37,4 % | +28,0 bis +42,6 % |
| NK. (NK.1 bis NK.4, NK.Bonus) | +8,8 bis +10,8 % | 2,5–4,7 % | +16,2 bis +20,6 % | +14,4 bis +18,8 % |
| PRIMO | 0,0 % | 1,2–2,2 % | +21,5 bis +25,9 % | +20,8 bis +25,1 % |
So lesen Sie die Tabelle: Ein Wert von +9,5 % heißt, dass der Neugeschäftsbeitrag einer 38-jährigen Person in diesem Tarif um 9,5 % stieg. Auffällig sind die hohen Werte für Kinder und Jugendliche – auch dort, wo Erwachsene stabil blieben, wie bei PRIMO. Zur Einordnung: Branchenweit stiegen die Beiträge zum 1.1.2026 laut PKV-Verband für rund 60 % der Privatversicherten, bei ihnen im Schnitt um etwa 13 %; zum 1.1.2025 waren es rund zwei Drittel mit durchschnittlich etwa 18 %. Ihre eigene Erhöhung rechnen Sie mit dem Beitragserhöhung-Rechner aus.
Neugeschäft ist nicht Ihr VertragDie Werte gelten für Neukunden mit Alter 38. Wer früher eingestiegen ist, hat eine andere Kalkulation – die Erhöhung im Bestand kann höher oder niedriger ausfallen. Maßgeblich ist allein der Nachtrag zu Ihrem Versicherungsschein.
Was die Hallesche zur Begrenzung einsetzt
Die Hallesche ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Überschüsse fließen zum großen Teil in die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) – einen Topf, der den Versicherten gehört. Daraus finanziert die Hallesche zwei Dinge: Rückzahlungen an Versicherte ohne Rechnungen und die Limitierung von Erhöhungen. Bei einer Limitierung wird ein Teil des Mehrbeitrags aus der RfB bezahlt; der Treuhänder muss zustimmen (§ 155 Abs. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz, kurz VAG). Die Mittel stammen laut Hallesche vor allem aus Sicherheitszuschlägen und Zinserträgen.
| Kennzahl | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|
| Dauerhafte Limitierung (Einmalbeiträge) | nicht ausgewiesen | 106,2 Mio. € | 90,6 Mio. € |
| RfB gesamt zum Jahresende | nicht ausgewiesen | 388,6 Mio. € | 393,8 Mio. € |
| RfB-Quote | 26,2 % | 22,9 % | 21,0 % |
| Beitragsrückerstattung an Vollversicherte | nicht ausgewiesen | 83,7 Mio. € | 87,6 Mio. € (92.465 Personen) |
Zur Anpassung zum 1.1.2026 nennt die Hallesche auf ihrer Website rund 150 Mio. € aus Überschüssen für Kranken- und Pflegepflichtversicherung, für die Anpassung zum 1. Mai 2026 weitere 13 Mio. €. Diese Angaben beziehen sich auf einzelne Anpassungsrunden und lassen sich nicht eins zu eins mit den Jahreswerten des Geschäftsberichts vergleichen. Wichtig zu wissen: Je mehr heute aus der RfB fließt, desto weniger steht später zur Verfügung – die sinkende RfB-Quote zeigt das. Was das für die Runde 2027 bedeutet, lässt sich daraus nicht ablesen.
Warum Beiträge steigen
Die Hallesche erklärt auf ihrer Website selbst, wann sie anpassen darf: wenn die tatsächlichen Kosten eines Tarifs um mindestens 5 % von der Kalkulation abweichen oder die Lebenserwartung stärker steigt als erwartet. Gesetzlich gilt: Auslöser ist eine Abweichung der Leistungsausgaben um mehr als 10 % – oder um einen niedrigeren Wert, wenn die Bedingungen das vorsehen – bzw. der Sterbewahrscheinlichkeiten um mehr als 5 % (§ 155 VAG). Ein unabhängiger Treuhänder muss zustimmen (§ 203 Abs. 2 VVG).
Als Gründe nennt die Hallesche die allgemeine und die medizinische Inflation, teure Krankenhausaufenthalte und neue Behandlungsmethoden. Ihre gebuchten Bruttobeiträge stiegen 2025 um 9,3 % – laut Geschäftsbericht „im Wesentlichen auf Grund des Neugeschäfts und von Beitragsanpassungen“. Für 2026 rechnet sie mit einem ähnlichen Plus. Warum Beiträge oft sprunghaft steigen, lesen Sie unter PKV-Beitragsanpassung erklärt.
Ihre Wege bei der Hallesche
Eine Erhöhung müssen Sie nicht einfach hinnehmen, aber jede Alternative hat einen Preis. Wir empfehlen hier keinen bestimmten Weg, sondern zeigen, welche Möglichkeiten das Gesetz und die Tarife der Hallesche bieten.
Tarifwechsel nach § 204 VVG
Sie wechseln in einen anderen Tarif der Hallesche mit gleichartigem Schutz und behalten Ihre Alterungsrückstellung. Eine Gesundheitsprüfung ist nur für Mehrleistungen erlaubt.
Selbstbehalt
NK.select gibt es mit 600, 1.200 oder 3.000 € Selbstbehalt sowie als Bonus-Variante. Mehr Selbstbehalt senkt den Beitrag; Angestellte bekommen darauf keinen Arbeitgeberzuschuss. Mehr unter Selbstbehalt erhöhen.
Leistungen anpassen
Einbettzimmer, Krankentagegeld oder Zahnbausteine lassen sich reduzieren. Das spart sofort, der Weg zurück kostet eine Gesundheitsprüfung. Mehr unter Leistungen anpassen.
Vorsorge für das Alter
Die Hallesche nennt auf ihrer Website zusätzliche Beitragsentlastungstarife für niedrigere Beiträge im Alter. Einen Überblick gibt PKV-Rente.de zu Beitragsentlastungstarifen.
Die heutigen Tariflinien der Hallesche
Im Neugeschäft für Angestellte und Selbstständige bietet die Hallesche NK.select in den Stufen S, L und XL an, dazu NK.select FLEX mit Wechseloptionen zwischen den Stufen. Für den Einstieg gibt es PRIMO.Z und PRIMO.Z plus mit Primärarzt-Prinzip – volle Erstattung beim Hausarzt oder nach Überweisung. Ältere Reihen wie NK. (NK.1 bis NK.4, NK.Bonus) sind im Bestand weiter vorhanden; für Bestandskunden sind sie ein möglicher Ausgangspunkt für einen Wechsel. Für Medizinerinnen und Mediziner sowie für Beamte führt die Hallesche eigene Tarife.
Die Leistungen stehen Feld für Feld im Steckbrief NK.select, Kennzahlen im Profil der Hallesche auf PKV-Tarifprofil.de. Ein Wechsel in einen Tarif, der für 38-Jährige weniger stark stieg, ist für sich genommen noch kein Vorteil. Entscheidend sind Ihr Beitrag im Zieltarif, die Leistungen und die Frage, ob Mehrleistungen eine Gesundheitsprüfung auslösen.
Darauf sollten Sie achten
- Ein Wechsel aus einem Bisex-Tarif in einen Unisex-Tarif ist endgültig.
- PRIMO kürzt bei direktem Facharztbesuch ohne Überweisung die Erstattung.
- Für Mehrleistungen drohen Risikozuschlag, Leistungsausschluss oder Wartezeit.
Das spricht für eine Prüfung
- Der Wechsel ist an keine Frist gebunden.
- Ihre Alterungsrückstellung bleibt innerhalb der Hallesche erhalten.
- Ab 60 muss der Versicherer bei einer Erhöhung auf günstigere Tarife hinweisen (§ 204 VVG).
Bitten Sie die Hallesche schriftlich um alle Tarife, in die Sie nach § 204 VVG wechseln können – mit Beitrag und Leistungsunterschieden. Den Ablauf erklärt der Ratgeber Tarifwechsel nach § 204 VVG; was ein Wechsel in Euro bringt, rechnet der Tarifwechsel-Rechner. Einen Wechsel zu einem anderen Versicherer prüfen Sie besser erst danach, denn dabei geht ein Teil der Alterungsrückstellung verloren (PKV-Versicherer wechseln).
Den Brief prüfen
Wenn das Anpassungsschreiben der Hallesche kommt, lohnt ein genauer Blick. Der Bundesgerichtshof hat entschieden: Der Versicherer muss angeben, welche Rechnungsgrundlage die Anpassung ausgelöst hat – gestiegene Leistungsausgaben oder veränderte Sterbewahrscheinlichkeiten (BGH, 16.12.2020, IV ZR 294/19). Allgemeine Hinweise auf steigende Kosten reichen nicht.
- Eingangsdatum und Stichtag notieren: Gilt die Erhöhung zum 1. Januar oder – wie 2026 bei Beihilfe-Versicherten – zu einem anderen Termin?
- Nachtrag lesen: Vergleichen Sie Haupttarif, Krankentagegeld und Pflegepflichtversicherung einzeln. Oft steigt nur ein Teil.
- Kinder mitprüfen: 2026 stiegen Kinder- und Jugendlichentarife im Neugeschäft teils deutlich stärker als die der Erwachsenen.
- Limitierung prüfen: Steht im Schreiben, dass Überschüsse eingesetzt wurden, ist die Erhöhung bereits gedämpft.
- Unterlagen aufbewahren: Rückforderungen aus unwirksamen Erhöhungen verjähren nach drei Jahren (BGH, 17.11.2021, IV ZR 113/20).
Ob eine Erhöhung rechtlich angreifbar ist, kann nur eine anwaltliche Prüfung klären – wir leisten keine Rechtsberatung. Die BGH-Linie fasst der Ratgeber Beitragserhöhung unwirksam? zusammen; was jeder Teil des Schreibens bedeutet, erklärt der Brief-Decoder zur Beitragserhöhung. Nach Zugang des Briefs haben Sie in der Regel zwei Monate Zeit für eine Sonderkündigung des betroffenen Tarifs (§ 205 Abs. 4 VVG). Bei einer Vollversicherung wirkt sie aber nur mit lückenloser Anschlussversicherung. Mehr dazu unter Sonderkündigungsrecht nach Beitragserhöhung. Den Stand der Beitragsrunde bei weiteren Versicherern sammelt die Übersicht PKV-Beitragserhöhungen 2027.
Häufige Fragen
Erhöht die Hallesche 2027 die Beiträge?
Das ist noch nicht veröffentlicht (Stand 11.10.2026). Auf hallesche.de und im Vermittlerportal haben wir noch keine Angaben zur Anpassung zum 1.1.2027 gefunden. Der PKV-Verband geht davon aus, dass branchenweit ein Großteil der Privatversicherten von Erhöhungen betroffen sein wird. Ob Ihr Tarif betroffen ist, steht in Ihrem Anpassungsschreiben.
Wie stark hat die Hallesche die Beiträge 2026 erhöht?
Für Neukunden mit Alter 38 nannte die Hallesche zum 1.1.2026 diese Spannen: NK.select XL +8,1 bis +9,5 %, NK.select L +7,4 bis +9,1 %, NK.select S +11,2 bis +15,6 %, die Tarifreihe NK. +8,8 bis +10,8 %. PRIMO blieb für Erwachsene stabil, für Kinder und Jugendliche stieg es um rund 21 bis 26 %. Für Bestandskunden können die Werte je nach Eintrittsalter abweichen.
Warum gab es bei der Hallesche eine Beitragsanpassung zum 1. Mai 2026?
Laut einer Kundeninformation der Hallesche gab es eine Beitragsanpassung zum 1. Mai 2026. Das Schreiben begründet sie mit gestiegenen Gesundheitskosten und geht ausdrücklich auf die Beihilfeausgaben ein; es richtet sich damit an Versicherte mit Beihilfe. Für diese Anpassung setzte die Hallesche 13 Mio. € aus Überschüssen zur Begrenzung ein.
Wann kommt der Brief zur Hallesche Beitragserhöhung 2027?
Für eine Anpassung zum 1. Januar 2027 spätestens Ende November 2026. Eine Erhöhung wird frühestens zu Beginn des zweiten Monats nach der Mitteilung samt Gründen wirksam (§ 203 Abs. 5 VVG). Die Vermittlerinformation der Hallesche zur Anpassung 2026 trug den Stand 3. November 2025.
Wie begrenzt die Hallesche Beitragserhöhungen?
Mit Mitteln aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (Limitierung). Laut Geschäftsbericht 2025 flossen 90,6 Mio. € als Einmalbeiträge in die dauerhafte Limitierung von Anpassungen in der Voll- und Zusatzversicherung (2024: 106,2 Mio. €). Für die Anpassung zum 1.1.2026 nennt die Hallesche rund 150 Mio. € aus Überschüssen.
Kann ich bei der Hallesche den Tarif wechseln, um Beitrag zu sparen?
Ja. Nach § 204 VVG können Sie jederzeit in einen anderen Tarif der Hallesche mit gleichartigem Schutz wechseln und behalten Ihre Alterungsrückstellung. Im Neugeschäft bietet die Hallesche unter anderem NK.select S, L und XL sowie PRIMO.Z an. Für Mehrleistungen darf die Hallesche eine Gesundheitsprüfung verlangen. Ob ein Wechsel für Sie Sinn ergibt, hängt vom Leistungsvergleich ab.
Quellen
- Hallesche: Beitragsanpassung NK.select, NK., PRIMO, KS., MAS. – Neugeschäftsbeiträge, BAP 01/2026 – Stand 03.11.2025 (Vermittlerinformation)
- Hallesche: FAQ zur Beitragsanpassung (Limitierung 1.1.2026 und 1.5.2026) – abgerufen 11.10.2026
- Hallesche: Kundeninformation „Beitragsanpassung: Antworten auf Ihre Fragen“ (W 421b, Anpassung 1. Mai 2026) – März 2026
- Hallesche Krankenversicherung a.G.: Geschäftsbericht 2025 – März 2026, abgerufen 11.10.2026
- AssCompact: PKV-Verband erwartet weitere Beitragserhöhungen für 2027 – 08.10.2026
- PKV-Verband: Warum die Beiträge steigen – Stand Herbst 2025
- § 203 VVG – Prämien- und Bedingungsanpassung – abgerufen 11.10.2026
- § 204 VVG – Tarifwechsel – abgerufen 11.10.2026
- § 155 VAG – Prämienanpassung – abgerufen 11.10.2026
- BGH, Urteil vom 16.12.2020 – IV ZR 294/19 (Begründung der Prämienanpassung) – Rechtsprechung
Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zu der privaten Krankenversicherung (Stand: 11. Oktober 2026). Er ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Lösung zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab, z. B. Alter, Gesundheit, Einkommen und Familie. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität; Gesetze und Tarife ändern sich. Herausgeber: PKV-Beitragsbrief.de. PKV-Beitragsbrief.de ist kein Versicherungsmakler und bietet keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung an; eine individuelle Beratung erfolgt ausschließlich durch spezialisierte Kooperationspartner mit Erlaubnis nach § 34d GewO.